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Anschlag auf den GHB abwehren !

Historische Errungenschaft der Hafenarbeiter in Gefahr.

Zunächst schrieb es die Bremer Lokalpresse, dann bestätigte es der Geschäftsführer des GHB Bremen auf der Betriebsversammlung: Der GHB soll zerschlagen werden ! Vordergündig geht es um Druck seitens der Bremer Lagerhausgesellschaft (BLG). Sie betrachtet den GHB als nicht mehr flexibel genug. Doch in Wahrheit geht es um mehr und anderes: DIE HISTORISCHE ERRUNGENSCHAFT GHB SOLL VERNICHTET werden. Halten wir fest:

1. Der GHB ist k e i n e Zeitarbeitsfirma. er ist eine historische Errungenschaft der Hafenarbeiter, da die ursprünglich "unständig Beschäftigten" in den Häfen neben den Stauereifirmen, bei denen sie eingesetzt wurden nun einen zusätzlichen Arbeitgeber zu ihrem eigenen Schutz erhielten. Zudem wurde und wird in den GHB-Betrieben der Hafentarif bezahlt und in den Verwaltungsgremien ist auch die Gewerkschaft ver.di neben den Hafenfirmen vertreten.

2. Hinter den jetzigen Angriffen auf den GHB steht mehr. Zum einen ist den Hafenunternehmen der GHB deshalb ein Dorn im Auge, weil er das Hire-Fire-Prinzip beschränkt und eine Beschäftigung nach Zeitarbeitstarifen verhindert. Zum anderen aber steht hinter dem von der BLG erhobenen Vorwurf angeblich mangelnder "Flexibilität" ein Angriff auf den amtierenden GHB-Betriebsrat in Bremen. Dieser verteidigt konsequent die Interessen der GHB-Beschäftigten und steht in Opposition zur sozialpartnerschaftlich ausgerichteten Gewerkschaft ver.di.

3. Mehr als bemerkenswert ist, daß der GHB-Geschäftsführer Bernd Kamin-Seggewies (ehemals selbst Betriebsratsvorsitzender in Hamburg und DKP-Mitglied !) sein "Verständnis" gegenüber den "Kündigungen" der BLG zum Ausdruck gebracht hat und "sein" eigenes Unternehmen der mangelnden Flexibilität UNTER HINWEIS AUF DEN AMTIERENDEN BETRIEBSRAT bezichtigt hat Noch bemerkenswerter: Kamin-Seggewies hat einen "Sozialplan" ins Gespräch gebracht. Was heißt das im Ergebnis ?

4. Das bedeutet, daß im Zusammenwirken von Hafenfirmen und Geschäftsleitung Entlassungen zwecks DISZIPLINIERUNG DES BETRIEBSRATES zu erwarten sind. Auf der letzten Betriebsversammlung ging Bernt Kamin n o c h weiter: Nun soll der GHB abgewiecket werden. Das erinnert an US-amerikanische Methoden des "union-bustings": Ist eine Interessenvertretung der Arbeiter z u aktiv, wird notfalls die ganze Firma dicht gemacht. Es geht dabei um einen MACHTKAMPF zulasten der Arbeiter. Nur scheinbar hält sich die Gewerkschaft ver.di (noch) zurück, denn die Bereitschaft der GL mit ver.di zusammenzuarbeiten ist deutlich erkennbar. Wiederholt war die Beteiligung des Betriebsrates in der Vergangenheit durch die Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft und GHB unterlaufen worden.

5. Das alles bedeutet aber nun, daß Hafenunternehmen (und das Land Bremen, das an der BLG maßgeblich beteiligt ist) und GL des GHB sowie ausgerechnet die Gewerkschaft der Hafenarbeiter im Zusammenwirken mit der sog. Zeitarbeit der historischen Errungenschaft GHB den Todesstoß versetzen. .. .

Ein aus unserer Sicht ungeheurer Vorgang !

Solidarität tut Not ! Das gilt für die Gewerkschaften an der Küste ebenso wie für alle Hafenarbeiter. Wer jetzt still hält, fördert die Leiharbeit in den Häfen und trägt zum Abbau von Rechten der Hafenarbeiter bei !

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