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Kündigung wegen chinesischer Frau...

Die taz-Nord berichtete am 14.7.2010 von einem schier unglaublichen Fall: Einem Mitarbeiter eines Rüstungszuliefererbetriebes wurde gekündigt, weil er mit einer Chinesin verheiratet sei.... 

Es ist kaum zu glauben: Da gibt es zwischen Deutschland und der VR China einen Rechtsstaatsdialog, in dem v.a. die deutsche Seite - wenn überhaupt - versucht, das Thema Menschenrechte in China zu thematisieren. Durchaus zu Recht. Allerdings so, dass - trotz Dialogs - über Menschenrechtsverletzungen in Deutschland - übrigens auch zu Lasten von ChinesInnen - gar nicht diskutiert wird. Aller Anlass besteht u.a. seit langem, zB über den katastrophalen Rechtsstatus abgelehnter chinesischer Asylbewerber zu diskutieren, die wegen ihrer Passlosigkeit sogar wiederholt bestraft (!!) wurden und trotz Arbeitsverbots vielfach überhaupt keine staatliche Unterstützung mehr erhalten. Und nun dies: Da wird einem deutschen Arbeiter in einem deutschen Rüstungsbetrieb gekündigt, weil seine chinesische Frau a l s Chinesin ein "Sicherheitsrisiko" sei (taz-Nord vom 14.7.2010) Man muss nicht Jurist sein, um all die Grundrechte auflisten zu können, gegen die da verstossen wird. Bei aller berechtigter Kritik an Menschenrechtsverletzungen auch in China: D i e s sollte nun einmal von chinesischer Seite in diesen "Dialog" eingebracht werden, um das Monologisieren über die ach so schöne Menschenrechtswelt Deutschlands zu beenden.

Am Dienstag, den 20.7.2010, wird der Unterzeichnete beim Verwaltungsgericht Berlin einen Termin wahrnehmen, in dem ein deutscher Ehemann verzweifelt darum kämpfen wird, dass seine chinesische Frau endlich zu ihm reisen darf. Da gibt es zwar einen Grundrechtsschutz für Ehe und Familie, aber dieser Frau wird einfach unterstellt, sie wolle ja nur nach Deutschland (in das so gelobte Land), weil es ihr gar nicht um die Ehe ginge. Worum dann ? Natürlich: Eine "Scheinehe". Warum ? Weil das sprachliche Kommunikationsniveau nicht so sei, wie es sein müsse. Aha ! Vor der Liebe steht der Sprachkurs. Nein, das Sprachstudium. Und dass inzwischen (!) sogar beide sich in einfacher Sprache verständigen können, ist laut Auswärtigem Amt völlig unbedeutend. Denn d a s geschah ja nur, um den Prozess zu gewinnen... Ach so, ja.

Sollte es jemanden geben, der oder die AnwältInnen wegen ihres Jobs in solchen Fällen beneidet: Bitte melden ! 

Artikel taz-Nord vom 14.7.2010

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