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Massenentlassungen bei NSB

Die verhängnisvolle Rolle der Gewerkschaft ver.di und des Seebetriebsrates

Wir haben vor wenigen Wochen unsere Petition RETTET DIE DEUTSCHE SEESCHIFFFAHRT beim Bundestag eingereicht. Doch es scheint, als interessierten sich weder die Reeder noch die Gewerkschaft ver.di für die von der Bundesregierung geplanten und von uns kritisierten Maßnahmen. Die Ausflaggung geht einfach weiter. Arbeitsplätze werden vernichtet. Und Gewerkschaft und Betriebsrat ? Für die Reederei NSB sind alle von der Bundesregierung zugunsten (!) der Reeder beabsichtigten Maßnahmen bedeutungslos. Sie betreibt weiter die radikale Politik der Ausflaggung. Die deutsche Flagge ist und deutsche Seeleute sind zu TEUER. Punkt. Und dies obwohl bei NSB gerade mal nur ein Drittel des seefahrenden Personals überhaupt (noch) deutsche Seeleute sind. Und dies obwohl ver.di noch kurz zuvor mit einem "Beschäftigungssicherungstarifvertrag" die Heuern zugunsten der Reederei um 12,5% senken liess. Wie sah der "Kampf" von Betriebsrat und Gewerkschaft für die Erhaltung der Arbeitsplätze aus ? Mittels eines vom Seebetriebsrat abgesegneten Interessenausgleichs mit NAMENSLISTE wurde den gekündigten 500 Seeleuten jede reelle Chance in den Prozessen beim Arbeitsgericht genommen. Mit einer sog. Auswahlrichtlinie ebenfalls. Noch schlimmer: In einem ITF-Vertrag fuer die ausgeflaggten Schiffe, auf den verdi unmittelbar Einfluss hatte, wurde die Übernahme der gekündigten deutschen Seeleute AUSGESCHLOSSEN. Aber das ist noch nicht alles: Ver.di gab das Gutachten eines Wirtschaftsprüfers in Auftrag, in dem die Massnahmen der Reederei als nachvollziehbar und notwendig eingestuft wurden. UND: Die Prozessvertretung der NSB liess es sich nicht nehmen, dieses "Ver di-Gutachten" zur Rechtfertigung der Entlassungen beim Arbeitsgericht Hamburg vorzulegen..... Fazit: Eine Gewerkschaft, die kleinen neuen Gewerkschaften in sog. Statusverfahren so gerne vorwirft, nicht "kampfbereit" und nicht mächtig genug zu sein, um als GEWERKSCHAFT zu gelten (wir berichteten darüber mehrfach, vor allem im Zusammenhang mit der Gewerkschaft NAG), verzichtet auf JEGLICHEN Kampf gegen die Ausflaggung und für den Erhalt der Arbeitsplätze deutscher Seeleute, ja, sie sichert die Prozessstrategie einer deutschen Reederei auch noch argumentativ ab....... Das Versagen der "größten Dienstleistungsgewerkschaft der Welt" in der deutschen Seeschifffahrt hat HISTORISCHE DIMENSIONEN erreicht. Ver.di bleibt den Beweis "sozialer Mächtigkeit, wie sie das BAG von Gewerkschaften verlangt, auf eklatante Weise schuldig !

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