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Ossis keine Ethnie...

Kaum zu glauben, aber nun hat sich wieder mal ein Arbeitsgericht erster Instanz in den Verästelungen des AGG verheddert: Das ArbG Stuttgart lehnte eine Entschädigung für eine Stellenbewerberin ab, auf deren zurückgesandtem Lebenslauf der Arbeitgeber ein Minuszeichen mit dem Zusatz "Ossi" vermerkt hatte. "Ossis" gehörten zu keiner "Ethnie" im Sinne des Gesetzes. Es fehle an Gemeinsamkeiten in Tradition, Sprache, Religion, Kleidung und Ernährung.... Wie bitte ? Hat sich 20 Jahre nach der "Wiedervereinigung" selbst in Stuttgart nicht herumgesprochen, dass einen vermeintlichen "Türken" in "Tradition, Sprache, Kleidung usw." aus dem "Westen" mit "Wessis" oft mehr verbindet als mit "Ossis" ? Wäre es hier nicht angebracht gewesen, diese Frage mindestens dem EuGH zur grundsätzlichen Klärung im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens vorzulegen oder mindestens über eine analoge Anwendung des AGG nachzudenken ? Keineswegs sollte sich das AGG laut EU-Richtlinien n u r gegen den klassischen Rassismus richten. Es sollte vielmehr ein "Umdenken" auf allen Ebenen der Ungleichbehandlung (bis auf die Staatsangehörigkeit wegen der "heiligen Kuh" des Ausländerrechts.....) erreicht und abgesichert werden. Zu Recht können sich jetzt Ossis m e h r diskriminiert fühlen als andere "wahre" Ethnien, denn jetzt bleibt ihnen nur der steinige Weg des Gleichbehandlungsgrundsatzes. Es ist zu hoffen, dass die nächste Instanz anders entscheidet und v.a. eine Debatte über dieses Thema entbrennt...

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