Rat & Tat

Ihre schnelle Hilfe in allen Fragen des Arbeits- und Wirtschaftsrechts

Rat & Tat Infos 313: Faschismus im ...

In dem Video Nr. 40 seines Youtube-Kanals kommt Dr. Geffken auf di ... »mehr

Rat & Tat Info 312: Reinigungskraft ...

Die schwerbehinderte Reinigungskraft I. war seit 1991 bei der Frei ... »mehr

Rat & Tat Info 297: Klassenjustiz & ...

Arbeitsgerichte urteilen im Interesse der Konzerne ACHTUNG: Auszu ... »mehr

Der Corona-Beschluß des Bundesverf ...

Das BVerfG hat mit Beschluß vom 19.11.2021 die Verfassungsbe ... »mehr

Anwalt und Autor Dr. Rolf Geffken b ...

Der in Hamburg-Harburg und Cadenberge im Landkreis Cuxhaven ans&au ... »mehr

Corona am Arbeitsplatz

Obwohl es Millionen betraf und betrifft: Von Schutzmaßnahmen ... »mehr

Termine

18.08.2021 | 19:00 | Hamburg
01.10.2021 | 18:00 | Geversdorf / Cadenberge
23.10.2021 | 16:00 | Hamburg
20.11.2021 | 14:00 | Hinte (Vorort von Emden)
23.10.2021

Präsentation von „Mein China“ im Yuyuan Hamburg

Titel "Mein China"

Der Autor mit den beiden Direktorinnen des Hamburger Konfuzius-Instituts und der Moderatorin Haifen Nan

Der Autor in der Diskussion mit der Moderatorin Haifen Nan

Der Autor bei seiner Buchpräsentation im Yuyuan

Der Autor bei seiner Präsentation der Kampagne für ein neues Arbeitsvetragsgesetz

Im Hamburger Yuyuan-Garden, dem großen Teehaus hinter dem Völkerkundemuseum, das die Stadt Shanghai der Hansestadt schenkte, stellte  Dr. Rolf Geffken sein neuestes Buch "Mein China" am 23.10.21 mit einer Power Point Präsentation den Gästen vor.  

Es war die erste öffentliche Veranstaltung, die das Konfuzius Institut Hamburg seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder veranstaltete. Die beiden Direktorinnen des Instituts Imke Homma und Frau Zhou Lan begrüßten den Referenten und Autor sowie die TeilnehmerInnen. Direktorin Homma betonte bei der Vorstellung des Autors dessen jahrelange Erfahrung in der China-Forschung und seine Kompetenz vor allem bei der Untersuchung der chinesischen Arbeitsbeziehungen und des chinesischen Rechtswesens. Die Moderatorin Haifen Nan ging bei ihrer Kurzvorstellung des Buches auf die ungewöhnlich aktuellen Fragestellungen des Buches ein und betonte die Originalität vieler vom Autor in Bezug auf das Land gezogenen Schlußfolgerungen.

Der Autor selbst betonte, daß er mit der Wahl des Titels "Mein China" nicht einen Besitzanspruch habe aussprechen wollen sondern nur betont habe, daß jeder China-Kenner nur eine Sicht auf China, nämlich s e i n e eigene, vertreten könne. China sei kein Land sondern ein Kosmos, dem man sich immer nur annähern könne, der sich aber letzten Wahrheiten und Bewertungen verschließe. Geffken bedauerte in dem Zusammenhang daß manche Äußerung in der deutschen Öffentlichkeit sich nicht wesentlich von dem Unverständnis Wilhelms II in seiner Hunnenrede unterscheide. Auch die Qualität der sog. "China-Politik" der Bundesregierung sei nicht auf der Höhe der Zeit. Kein Mensch könne erklären, wieso die Entsendung der Fregatte "Bayern" ins südchinesische Meer etwas mit einem "Flagge-Zeigen" für die Menschenrechte in China zu tun habe. Er verwies auf Helmut Schmidt, der schon vor 15 Jahren den unangemessenen Hochmut mancher deutscher Politiker gegenüber China unterstrichen habe. Dieser Hochmut sei auch gepaart mit einer zum Teil grenzenlosen Naivität der deutscher Unternehmer bei ihren ersten Schritten in China und auch mit einem naiven Umgang deutscher Verwaltungen mit chinesischen Investoren. Während deutsche Unternehmer anfangs ihre Personalpolitik chinesischen Mitarbeitern übertrugen und damit erhebliche Abflüsse von Know How selbst verursachten,  blieben schlechte Erfahrungen deutscher Verwaltungen mit chinesischen Investoren beim Flughafen Hahn ebenso wie beim Flughafen Laage "unter dem Deckel". Man hatte einen chinesischen Investor gewonnen und war auch dann noch froh darüber, als man feststellte, daß man sich in der Person des Investors getäuscht hatte. Arroganz und Naivität aber seien gleichermaßen ein Zeichen mangelnden Interesses an dem Land und seinen Menschen. China sei weit mehr als die schlechten Erfahrungen deutscher Verwaltungen mit chinesischen Investoren. Der Autor forderte einerseits mehr Respekt gegenüber China, aber andererseits auch eine intensivere Beschäftigung mit Land und Leuten und nicht zuletzt mit der chinesischen Kultur. Zu sehr seien die vorhandenen Kenntnisse noch von Klischees  geprägt. Auf Grund eigener Erfahrungen mahnte der Autor immer wieder Vergleiche zu China zu ziehen, auch dann wenn sie - wie zum Beispiel im Arbeitsrecht - zuungunsten Deutschlands ausfielen. So sei in Deutschland lange Zeit unbeachtet geblieben, daß die chinesische Kampagne für ein neues Arbeitsvertragsgesetz eine enorme Steigerung des Rechtsbewußtseins der Arbeitnehmer zur Folge gehabt habe, während in Deutschland die effektive Wahrnehmung von Rechten "die Politik" gar nicht interessiere.

 

In der anschließenden Diskussion wurde auch die Frage vertieft, welchen Kurs künftig eine "rot-grün-gelbe" Koalition in Sachen China nehmen werde. Geffken sah hier bei den Grünen und den Liberalen gewaltige Kenntnisdefizite, an denen die Betroffenen arbeiten müßten, wenn sie wirklich eine zeitgemäße China-Politik betreiben wollten. Die Teilnehmer waren vom Vortrag und der Diskussion beeindruckt und konnten im Anschluß an die Diskussion Einsicht auch in weitere Bücher des Autors zu China nehmen. Weitere Lesungen zum Buch "Mein China", das unter anderem beim Autor zu Preis von Euro 19,90 erworben werden kann (ratundtat@drgeffken.de), werden folgen.

 

Einen Bericht zur Veranstaltung findet sich auch bei der Gesellschaft für Deutsch - Chinesische Verständigung unter: https://gdcv.de/gdcv-exclusiv-veranstaltungsbericht-mein-china-buchvorstellung-und-gespraech-mit-rolf-geffken/

 

Das Buch kann weiterhin beim Verlag oder beim Autoren für Euro 19,90 bestellt werden: info@verlagvar.de oder ratundtat@drgeffken.de

 

 

Anhang: Die angebliche Biografie von Stefan Aust zu Xi Jinping

 

Im Anschluß an die Veranstaltung wurde bekannt, daß der Piper-Verlag mit großem Aufwand an derselben Stelle das Buch von Stefan Aust zu Xi Jinping präsentieren will (und inzwischen präsentiert hat). Wir kommentieren dies wie folgt: Es ist zu begrüßen, dass die Autoren Aust und Geiges versprochen haben, mit diesem Buch „kein China-Bashing“ zu betreiben. Tatsächlich jedoch konnten sie dieses Versprechen nicht einlösen:

 

* Sie erkennen zwar an, daß „Chinas harter Kurs gegen das neue Corona-Virus erfolgreich war“ und zu dem Gerücht, das Virus entstamme einem Labor in Wuhan, zitieren sie den deutschen Virologen Christian Drosten, der sachlich erklärte, daß er als Experte dieses Gerücht für sehr unwahrscheinlich halte. Doch die Autoren können es sich nicht verkneifen zu unterstreichen, Drosten sei ja nur „Virologe und kein Sinologe“ und kenne deshalb nicht „den manchmal laxen Umgang mit Vorschriften in China“. Also war der Umgang nun strikt und wurde ein harter Kurs -  und das heisst eine im Vergleich zu Deutschland rigorose Anwendung von Vorschriften - praktiziert oder nicht ? 

* Wider besseres Wissen schreiben die Autoren „bis vor einigen Jahren waren Mopeds in China so gut wie unbekannt, jetzt knattern sie durch den Straßenverkehr“. Der Verfasser von „Mein China“ war vor 20 Jahren erstmals in China. Zu dieser Zeit knatterten bereits unzählige Mopeds durch Guangzhou, Shanghai, Beijing und Nanjing. Doch h e u t e „knattern“ gar keine Mopeds mehr durch diese Städte weil sie Fahrverbot haben. Stattdessen fahren tausende von geräuschlosen E-Motorrädern durch die Straßen. Ein umweltpolitischer Erfolg, der hierzulande u n d auch von Aust / Geiges verschwiegen wird.... 

* Bei dem Thema Uiguren beziehen sich die Autoren wieder mal auf ominöse Quellen, die ihrerseits sich nur auf Gerüchte beziehen.

* Auch andere Gerüchte finden in das Buch Eingang. So zB die Erzählung, daß in einer katholischen Kirche das Bild der Jungfrau Maria durch das Konterfei von Xi ersetzt worden sei und daß in einem entlegenen Dorf die Bewohner gezwungen worden seien statt Jesus-Bilder Portaits von Xi aufzuhängen. Wer weiß, daß es in China – vor allem auf dem Land - nur sehr wenige bekennende Christen gibt, muß sich über solche Märchen sehr wundern. Zitiert wird ein Artikel aus dem in Hongkong erscheinenden Blatt „South China Morning Post“.

* Zum „Sozialkreditsystem“ behaupten die Autoren, daß Xi Jinping das „beschlossen“ habe. Wenige Zeilen später heißt es, daß es ein „Regierungsbeschluß“ gewesen sei und daß von dem System „viele Chinesen noch nichts mitbekommen haben“.

* Zwar schildern die Autoren den leidenschaftlichen Kampf Xis gegen Korruption und Umweltverschmutzung und sie verschweigen nicht, daß Xi großen Rückhalt in der chinesischen Bevölkerung hat. Doch gleichzeitig bezeichnen sie ihn als „kaltblütig“ und behaupten, daß er pauschal Oppositionelle als „Tiere“ bezeichnet habe, die man erschießen müsse.......

 

Das alles i s t durchsichtiges China-Bashing, von dem wir uns entschieden abgrenzen. Wir haben auch Kritik an China, aber sie bleibt solidarisch und verzichtet auf bloße Hasstiraden. Völlig unverständlich ist, daß die Universitäten Hannover und Duisburg sich mit den Autoren angesichts der Absage der Konfuzius-Institute "solidarisierten", denn dieses Buch wird einfachsten wissenschaftlichen Anforderungen nicht gerecht und ist dem Inhalt nach noch nicht einmal das, was es verspricht: Eine Biografie.

 

gez. Rolf Geffken 2.11.2021

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Dr. Rolf Geffken | Mobil: 0172 7418179 | Tel.: 00 49 40 (040) 7906125 | E-Mail: drgeffken@drgeffken.de | Datenschutzerklärung