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Sicherheitsrisiko Billig-Flagge

Protestveranstaltung am 22.3.2016 in Cuxhaven: "Rettet die Seeschifffahrt!"

Neue Havarie ist neues Argument für Seeleutepetition !

Die erneute Havarie eines Schiffes auf der Elbe hat ein deutliches Schlaglicht auf die Risiken geworfen, die mit dem wachsenden Anteil sogenannter „Billig-Flaggen“ unter deutschen Reedereien verbunden sind. Wie die Lokalpresse berichtete, war vor der Este_Mündung das Massengutschiff „Sandnes“ der im Landkreis Cuxhaven ansässigen Reederei Hartmann gestrandet. Nach Ansicht des Geschäftsführers der Reederei sei die Havarie auf „Verständigungsprobleme“ des philippinischen Kapitäns mit den deutsch sprechenden Schlepperkapitänen und dem Lotsen zurückzuführen. Diese Einlassung erscheint absurd, da sich deutsche Lotsen und auch deutsche Schlepperkapitäne auf Englisch verständigen können. Offenbar hat der philippinische Kapitän aber die Beteiligten gar nicht um eine Kommunikation auf Englisch ersucht. Wir halten dazu folgendes fest: Die Lokalpresse berichtete n i c h t über einen zentralen Umstand: Das Schiff dieser deutschen Reederei, das regelmäßig deutsche Häfen anläuft, führt die Flagge von Antigua. Auf einem Schiff deutscher Flagge wäre der Vorfall auch nach dem Eingeständnis der Reederei also nicht passiert, denn auf deutsch-flaggigen Schiffen müssen auch deutsche Kapitäne eingesetzt werden. Es ist ein offenes Geheimnis, daß Billig-Flaggen-Staaten keine oder nur eine sehr unzureichende Kontrolle über die Einhaltung selbst gesetzter Standards ausüben. Verschiedene Havarien, wie insbesondere der Untergang der „Elma Tres“ der Reederei Drescher, haben gezeigt, daß trotz englischer Sprachkenntnisse philippinischer Besatzungsmitglieder diese sich im Notfall plötzlich wieder in ihrer Landessprache verständigen. Im übrigen ist es kein Geheimnis, daß „Kapitänspatente“ auf den Philippinen auch „gekauft“ werden, mindestens aber deren Echtheit im Ausland schwer zu überprüfen ist. Der anhaltende Trend zur Ausflaggung deutscher Schiffe muß gestoppt werden. Erst kürzlich verkündete die in Buxtehude ansässige Reederei NSB ihre sämtlichen (!) Schiffe auszuflaggen und hat allen Besatzungsmitgliedern gekündigt. Nur ein VERBOT DER AUSFLAGGUNG, wie in der inzwischen von 2200 Menschen vor allem aus den deutschen Küstenregionen unterstützten Petition „Rettet die Seeschifffahrt!“ gefordert, kann diesen unhaltbaren Zuständen ein Ende setzen. Am 22.3.2016 um 18.30 Uhr führen die Unterstützer der Seeleute-Petition eine Protest-Veranstaltung gegen die aktuelle Schifffahrtspolitik der Bundesregierung durch. Sie findet statt in der Martinsklause in Cuxhaven, Grodener Chaussee 2. Das Plakat findet sich hier rechts. Die Petition „Rettet die Seeschifffahrt“ kann weiter hier gezeichnet werden: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-deutsche-seeschifffahrt-gegen-die-abschaffung-der-seefahrtsberufe

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