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Termine

10.08.2021-12.08.2021 | Erfurt, Arnstadt, Blankenstein, Gotha
18.08.2021 | 19:00 | Hamburg
01.10.2021 | 18:00 | Geversdorf / Cadenberge
23.10.2021 | 16:00 | Hamburg

Unfassbar: BLG Logistics beschäftigt Fahrer nicht !

Trotz akuten und dringenden Bedarfs: Langjähriger Fahrer und Vorarbeiter darf nicht als Fahrer arbeiten !

Noch vor wenigen Tagen stellte sogar der Bremerhavener Chef der Autoreederei Wallenius Wilhelmsen Rolf Zeichner fest: "Der Personalabbau, mit dem BLG und GHB auf die Krise geantwortet haben, war zu drastisch....!" Die Zunahme des PKW-Umschlags sei absehbar gewesen und der jetzige Personalengpass gefährde sogar den Standort Bremerhaven (NZ vom 17.7.2010).  

270 zusätzliche Mitarbeiter wurden eingestellt. Zum Teil ohne Blaumann. In Schnellschulungen. Ohne zu wissen, wer eigentlich ihr Arbeitgeber sei. BLG oder der GHB. Hauptsache Fahrer. Befristet. Unbefristet.

Doch Carsten K, der seit nun 19 Jahren (!) am Bremerhavener Autoterminal arbeitet und nicht nur als Fahrer sondern dort auch als "Busfahrer" und Vorgesetzter für die jetzt gesuchten Fahrer arbeitet, darf nicht als Fahrer tätig werden. Seit Mai versucht die BLG AutoTec ihn auf die Position eines Pförtners abzuschieben. K habe dem "Betriebsübergang" des Bereiches "Platz" der AutoTec auf die BLG Autoterminal widersprochen. Deshalb "könne" man ihn nicht mehr als Fahrer einsetzen. Mit dem angeblichen Betriebsübergang hatten sich jedoch weder die Arbeitsabläufe noch andere Strukturen auf dem Platz geändert. Jedoch bekam der Arbeitgeber in diesem Bereich einen gewerkschaftlich anders organisierten und weniger aktiven Betriebsrat. Und auf den beruft man sich jetzt: "Der hat der Versetzung nicht zugestimmt." Insider sehen darin ein vorgeschobenes Argument. Man wolle im Falle K offensichtlich ein Exempel statutieren: Wer Betriebsübergängen, Ausgliederungen und anderen Massnahmen dieser Art widerspreche, werde eben schon sehen, was er davon habe.....

K ist ein hochqualifizierter und hochmotivierter Mitarbeiter. Er ist schwerbehindert. Der Betriebsrat von AutoTec unterstützt ihn in seinem Bemühen, endlich wieder als sog. Busfahrer und Vorarbeiter für die sog. Fahrer tätig zu werden. Wegen der jetzt zahlreich eingestellten "Neulinge" wäre seine Arbeit dringend notwendig. Doch dem Management von AutoTec geht es offenbar um's "Recht behalten". Man will in einem laufenden Verfahren Rechtspositionen nicht räumen. Jetzt ordnete man die Umsetzung zum Pförtnerposten als "vorläufige Massnahme" an. Dies sei "dringend erforderlich". Der Betriebsrat AutoTec hat dem widersprochen. Der Unterzeichnete hat als Anwalt dazu erklärt: "Wenn etwas zur Zeit dringend erforderlich ist, dann ist es der Einsatz des Herrn K als Fahrer und sonst nichts!"

Doch die Haltung des Arbeitgebers scheint deutlich zu machen, was hinter den Umstrukturierungen am Autoterminal steht: Machtkämpfe auf Kosten der Arbeit und der Qualität des Hafenstandorts Bremerhaven ! Es ist höchste Zeit, dass sich das Management seiner Verantwortung für diesen Standort bewusst und qualifizierte Mitarbeiter nicht zuletzt im Interesse der Kunden dort einsetzt, wo sie eingesetzt werden wollen und müssen !

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